Sich selbst überwinden ist Sooo schwer.



Du hast ganz konkrete Gründe, warum du etwas nicht tun willst oder nicht tun kannst. Dennoch willst du es tun oder musst du es tun. Du musst dich also überwinden etwas zu tun, was du nicht willst, nicht kannst, wozu du keine Lust hast. All diese Entschuldigungen die du hast, laufen auf ein einziges Problem hinaus – dein Gefühl.
Du traust dich etwas nicht, oder du tust etwas nicht, weil du dein Gefühl stärker beachtest als deinen Verstand. Wenn dein Verstand sagt, etwas ist richtig und dein Gefühl sagt, das ist falsch, und du achtest mehr auf dein Gefühl, dann tust du es natürlich nicht, obwohl du weißt, dass es richtig ist. Wie bekommst du das nun in den Griff, auf deinen Verstand zu hören, trotzdem dein Gefühl dir wichtiger ist?
Dazu ist es gut herauszufinden, warum du dieses Gefühl hast. Du hast dieses Gefühl, weil dir andere Leute gesagt haben, es ist nicht gut, was du da tust. Oder es ist nicht gut was du da tust. Wenn du dich also überwinden willst, einen Bankraub zu machen oder ein Asylantenwohnheim anzuzünden, dann ist es gut, dass du diese Angst hast, damit du es nicht tust. Wenn es aber darum geht, vom 10-Meter-Turm ins Wasser zu springen, obwohl du schon oft vom 5-Meter-Turm ins Wasser gesprungen bist, da ist es wieder etwas anderes.
Worauf ich hinaus will und worum es mir geht, ist, dass andere Menschen haben wollen, dass du das tust. Das erzeugt Angst in dir und weil du mehr auf dein Gefühl als auf dein Verstand achtest, befolgst du dieses Gefühl und hast so Schwierigkeiten, dass zu befolgen, was dein Verstand dir sagt.
Du steckst jetzt also fest. Du selbst hast Angst oder Ablehnung etwas gegenüber, willst es aber tun, willst dich nun überreden oder überzeugen oder überwinden dieses zu tun, musst aber daneben stehen können, um zu beobachten, dass du Verstand und Gefühle hast, und in diesem Fall jetzt den Verstand beachten musst. Das heißt, dir muss klar werden, wie wichtig es ist, was du da tun willst, und aus welchem Grund du es tust, und es dann einfach zu tun.
Eine gute Möglichkeit ist, sich eine Regel, ein Ritual bereit zu legen. Das heißt, wenn du eine Entscheidung treffen musst, und dich etwas nicht traust, dass du überlegst, wofür ist es wichtig, warum ist es gut, also die Verstandsache beachten, und dann das Gefühl beachten, warum habe ich denn Angst davor? Ist es ein moralisches Hindernis, was mich daran hindert, dass zu tun? Ist es, weil andere Menschen haben wollen, dass ich es tue und ich habe deswegen Angst? Oder ist da noch etwas ganz anderes? Das einfachste was du nun also tun kannst ist, dich zurückziehen, in eine Gegend, einen Raum, eine Ecke, in der du von anderen Menschen nicht beeinflusst wirst, um dort nochmal darüber nachzudenken, wie wichtig dir diese Entscheidung ist, um dich dann überwinden zu können.
Ganz konkret heißt das: Trenne dich ab von den Menschen in deiner Umgebung, von den Menschen, die etwas haben wollen, was damit zu tun hat, und entscheide dann, was du tun willst. Normalerweise läuft das dann so, dass dein Verstand die Überhand bekommt. Und du nach Verstand entscheiden kannst, willst du das wirklich tun oder lässt du es lieber sein? Wenn du die Entscheidung nach Verstand getroffen hast, hast du sie richtig getroffen. Vergiss aber nicht folgendes zu beachten: Wenn sehr viele Menschen haben wollen, dass du etwas tust, als Beispiel: ein Politiker, der ein Gesetzentwurf einbringen muss. Jetzt gibt es sehr viele Menschen die dafür sind, dass dieses Gesetz durchgedrückt wird. Jetzt hast du wahnsinnige Angst, weil alle haben wollen, dass du das tust. Indem Fall ist es wichtig, sich nicht nur nach Verstand zu entscheiden, sondern auch diesem Angstgefühl nachzugehen. Dieses Angstgefühl ist nur dadurch erzeugt, weil so viele Menschen haben wollen, dass du etwas tust. Und dann ist es wieder richtig. Also, musst du eine Entscheidung treffen, die für ganz viele Menschen ist, und du musst dich da überwinden, geh einfach den Weg der Angst. Da wo du am meisten Angst hast, den Weg musst du gehen. Alles andere wäre falsch. Das ist aber eine Ausnahme. Richtig ist die Entscheidung sich abzutrennen, dann Verstand gegen Gefühl aufzuwägen und nach Verstand zu gehen.

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